Eine bessere Welt für uns, unsere Kinder und Enkel...

2012 begann unser "zweites" Leben als Landwirte.  Von Anfang an war unser Bestreben, diesen Hof nach ökologischen Kriterien zu bewirtschaften. 

In unserem "ersten Leben" haben wir aus ökologischer Sicht einiges falsch gemacht - aber der Mensch als Individuum zeichnet sich unter Anderem auch dadurch aus, dass er logisch denken, lernen und sich verändern kann.

2014 haben wir uns dann entschieden, unser ökologisches Verstehen, Denken und Handeln auch einer strengen Kontrolle zu unterstellen und mit dem BIO-Sigel nach EU-ÖKO-Verordnung zertifizieren zu lassen. Ein zusätzliches Verbandssigel, wie z.B. Bioland oder Naturland, war finanziell nicht realisierbar, wenngleich wir weit höhere Standards als "nur" EU-Bio einhalten.

2023/2024 mussten wir wieder etwas Wichtiges lernen: Nachhaltiges Denken und Handeln findet aber in einer ganzheitlichen Form NICHT  auf dem Papier/Zertifikat statt - es muss aus tiefstem Herzen kommen und zum alleinigen und ganzheitlichen Tagesgeschäft werden. GANZHEITLICHKEIT der NACHHALTIGKEIT aber wird - zumindest aktuell noch - durch ein Verwaltungs- und Verordnungswirrwarr, durch oft nicht nachvollziehbare Auflagen, durch Inkompetenz derer, die kontrollieren und bewerten, durch die hohen Kosten für Kontrollen.... erschwert oder gar verhindert.

2025 hätte uns beinahe als "BIO-Landwirt" verloren, und fast wieder wäre ein weiterer kleiner Betrieb, der mit den bürokratischen Hürden und dem hohen Kontrollkostendruck nicht mehr fertig wird, zu den immer mehr werdenden "BIO-Aussteigern" hinzu gekommen.  An unserer Überzeugung ändert das nichts und so werden wir auch weiterhin alle Kraft daran setzen, für uns, unsere Kinder und Enkelkinder den bestmöglichen Beitrag für eine wieder bessere Welt zu leisten. 

2026 werden wir aus Kostengründen und Gründen von irrwitzigen Verwaltungsvorschriften in den Bereichen "Feinkost und Verarbeitung" aus der Bio-Zertifizierung aussteigen. Unsere Tiere, unsere Futtermittel, die Grünlandwirtschaft und unsere kleine Obst- und Gemüsewirtschaft bleiben auch weiterhin zertifiziert, aber das verkaufsfertige Produkt nicht mehr und so darf sich dann z.B. das Stück Fleisch nicht mehr BIO-Steak nennen sondern nur noch Steak vom Bio-Rind und der fertige Saft ist dann auch kein Bio-Apfelsaft mehr sondern nur noch der Saft von Bio-Äpfeln.

Ja, jetzt lachen viele von Euch, aber der tolle Metzger z.B., der für uns eine so perfekte und stressfreie Schlachtung realisiert, ist selber nicht zertifiziert und möchte aus verständlichen Verwaltungsgründen auch nicht extra für uns ein Zertifikat erwerben. Oder die tolle kleine Gartenbaugemeinschaft, die für uns den Saft noch traditionell und schonend im Tuch presst, kann und wird sich wegen uns sicher auch nicht als Subunternehmer zertifizieren lassen. Und weil also der Vorgang des Schlachtens, des Saftens etc... nicht zertifiziert ist - wir sind übrigens bei allen Prozessen immer von Anfang bis Ende selber zur Kontrolle dabei - dürfen wir das fertige Produkt also in Zukunft nicht mehr BIO ausloben. 

Ähnlich verhält es sich mit unseren Wurst- und Räucherwaren und unserer Feinkost. Wir produzieren nach wie vor nach ökologischen Kriterien - ohne Geschmacksverstärker, frei von Glutamat, Nitrit, Phosphat, Laktose und Gluten und fast ausschließlich mit Biozutaten. Aber der Verwaltungsaufwand für Warenflussdokumentation, Rezepturplausibilität, Sicherstellung von korrekter Größe und Farbe der verwendeten Biolabels usw, usw, usw..... frisst uns auf. Und so wird also in Zukunft aus der Bio-Leberwurst - ohne jegliche Änderung der Zutaten oder Verfahrensweisen - künftig eine Leberwurst aus Biozutaten und ohne das kleine grüne Bio-Blatt/Bio-Label.  Auch kein Lacher, sondern leider bitterer Ernst: z.B.: auf einer Minicharge von Trüffel-Leberwurst mit sehr kleinem Deckel habe ich aus Versehen das ganze Etikett und somit auch das Bio-Label geringfügig kleiner skaliert, damit die wichtigen Verbraucherinformationen noch alle Platz hatten. Nun war das Label also dummerweise rundherum um 1,2mm zu klein - gaaaaanz furchtbar, denn es gab eine Abmahnung wegen eines Verstoßes und eine kostenpflichtige Nachkontrolle für knapp 300,00€. Somit hätte ich jetzt für diese tolle Trüffelleberwurst eigentlich nicht 5,50€ sondern stolze 45,00€ nehmen müssen ;-).

Ich hoffe und wünsche mir, dass unsere Kunden uns dennoch treu bleiben. Wer uns kennen lernen möchte, der kommt einfach mal an einem Samstag zu an den Hof zum Einkaufen - mehr Transparenz, wie wir wirtschaften gibt es nicht.

 

Kultur-Landschafts-Programme

Das bayerische Kulturlandschaftsprogramm – kurz KULAP – ist der Überbegriff für Umweltmaßnahmen, an denen Landwirte freiwillig teilnehmennnen. Wir nehmen an insgesamt 5 freiwilligen Umweltmaßnahmen teil.

Vertrags-Naturschutz-Programme

Mit dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm - kurz VNP - werden ökologisch wertvolle Lebensräume durch eine naturschonende Bewirtschaftung erhalten und verbessert. Landwirte verpflichten sich freiwillig für jeweils fünf Jahre die Flächen nach den Vorgaben des Naturschutzes zu bewirtschaften. Der Schochenhof nimmt an 5 VNP teil.

Tierwohl in der Nutzviehhaltung

z. B.: BayProTier - ein Programm, nach dem sich Landwirte freiwillig zur deutlichen Verbesserung des Tierwohles verpflichten. Tierwohl steht bei uns seit Anfang an an oberster Stelle - auch ganz ohne "Programme". 

Transparenz ist bei uns das "Kontrollprogramm" - wir laden Sie ein, kommen Sie zu uns an den Hof in´s BioMobil und überzeugen Sie sich.

Artenschutz  Pflanzen & Tiere

In enger Zusammenarbeit mit der Stiftung-Kulturlandschaft-Günztal und Abstimmung mit der UNB bei der Bewirtschaftung unserer Flächen, leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz in Flora und Fauna. 
 

GQS - Hof-Check Bayern

GQS Hof-Check ist ein freiwilliges Eigenkontrollsystem und eine Info-Plattform für landwirtschaftliche Betriebe. GQS Hof-Check hilft uns nach Ende unseres BIO-Kontrollvertrages bei der Eigenkontrolle und der Erfüllung der Dokumentationspflichten, letztendlich auch im Sinne der bestmöglichen Transparenz für unsere Kunden.

  • gesetzlichen Vorschriften (Fachrecht/Deklaratrionspflicht/Tierwohl/Pflanzenschutz.... u.v.m.)
  • Bestimmungen von Förderprogrammen (Direktzahlungen, Konditionalitäten, Öko-Regelungen, bayerisches Kultur­landschafts­programm und bayerische Agrarumwelt- und Kulturmaßnahmen etc.)
  • Anforderungen privatwirtschaftlicher Qualitätssicherungssysteme 

Fairness & Transparenz im Kundenverkehr

Nachhaltig - Fair - Ehrlich, so wollen wir für unsere Kunden unsere Produkte anbieten. Transparente und faire Preise sind die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir gestalten unsere Preise fair gemäß der Qualität. Damit wir sie auch maximal transparent halten, informieren wir Sie künftig in Hof-Workshops mit wechselnden Themenbereichen. 
 

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